3 Herren-Snowboards im Test: LibTech, Ride und Nitro


Nachdem meine Kollegin Anna euch schon von den besten Mädels-Boards berichtet hat, sind heute die Männer an der Reihe! Der überraschend enorme Neuschnee in Sölden gepaart mit den neusten und freshesten Boards unter den Füßen war die perfekte Kombination für Boarder-Fun ohne Ende.
Intensiv befanden sich die Snowboards im Test von uns und wurden bis an ihre Grenzen belastet. Ausführlich von jedem der Bretter zu berichten würde wohl zu lang werden, obwohl es mich in den Fingern juckt, euch jede Einzelheit über den Test zu erzählen. Ich habe deshalb drei Boards ausgewählt, die nicht nur mich, überzeugt, überrascht oder auch mal umgehauen haben:
LibTech „Skate Banana“
Der Name kommt nicht von ungefähr. Ein klassischer Rocker in der Mitte kombiniert mit zwei leichten Cambern unter den Bindungspunkten sorgt unweigerlich für Assoziationen mit der namensgebenden Frucht. Besagter Rocker sorgt zusammen mit dem True Twin Shape für absolute Drehfreudigkeit und ermöglicht sorgenfreies Jibben auf der Piste und im Park. Das Brett zwingt den Fahrer durch seine fehlerverzeihenden Eigenschaften quasi zum Switchen, Tricksen und Spaß haben.
Durch die Magne Traction, eine Innovation Libtechs, die den Kantenhalt durch geschwungene Kanten erhöht, lässt sich das die „Skate Banana“ auch super bei etwas höheren Geschwindigkeiten handlen. Zu schnell sollte es dennoch nicht werden. Auch wenn man einmal in den Genuss kommt, ein bisschen zu powdern, so wie wir an diesem Wochenende, ist man mit diesem Brett super aufgehoben.
Das "Skate Banana" ist sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Fahrer sehr gut geeignet, da es einen tollen Kompromiss zwischen fehlerverzeihenden und kraftvollen Eigenschaften findet. Skate a banana ist in diesem Fall wohl wirklich die treffendste Beschreibung, wie sich dieses Board fahren lässt. Macht auf jeden Fall unheimlich Spaß!
Ride „Machete“
Nun zu einem etwas sportlicherem Brett. Ich muss dazu sagen, dass mich die "Machete" so begeistert hat, dass ich es mir für die letzten sechs Abfahrten einfach nochmal anschnallen musste, weil es mir so einen Spaß gemacht hat. Als Set-up mit der Revolt-Bindung von Ride kann man Gas geben ohne Ende. Extrem hoher Kantenhalt und die Lowrize-Rocker Eigenschaften, die das Verkanten erschweren, ermöglichen Geschwindigkeitsrausch auf hohem Niveau.
Dadurch, dass die Rocker-Shape das Eingraben des Boardes in den Schnee verhindert, kann man sich mit der Machete auch ohne Probleme in die Backcountry wagen. Viel mehr noch: das Board schneidet sich quasi durch die Schneedecke...wie eine Machete eben. Wenn man Lust bekommt, auch mal zu springen, stellt dieses Brett kein Hindernis dar, da es genau wie die Skate Banana ein True Twin Shape besitzt, ein gutes Mittelmaß an Flex stellt und die von Ride eingebauten Pop Rods aus Carbon für zusätzlichen Pop auf den Kickern sorgen.
Wer Geschwindigkeit und dabei Fahrsicherheit auf der Piste und im Powder sucht, ist mit der Machete genau richtig beraten.
Nitro „Überspoon“
Dieses Board ist wohl das interessanteste in unserem gesamten Sortiment. Wir müssen zugeben, wir waren alle ein bisschen skeptisch was das Überspoon angeht, aber genauso brannten wir darauf, es endlich einmal auszuprobieren. Unsere anfängliche Skepsis und gleichzeitige Vorfreude rührt wohl einmal vom ungewöhnlichen Design und dem noch ungewöhnlicheren Shape her.
Sowohl Nose als auch Tail sind zugespitzt wie bei einem klassischen Freeride-Board und gleichzeitig besitzt das Überspoon einen schwach ausgeprägten positiven Camber, der einen hohen Kantendruck ermöglicht. Dadurch, dass der Camber nur leicht ausgeprägt ist, verringert sich das Risiko, zu leicht zu verkanten wie bei Camberboards mit stärkerer Ausprägung. Zwischen und auch vor und hinter den Bindungen verringert sich die Dicke des Boardes, was dem Brett eine unfassbare Leichtigkeit verleiht, sobald es ans Carven oder auch an das Fahren engerer Kurven geht. Ein relativ hoher Flexgrad (7) ermöglichen dem Überspoon ungeheure Laufruhe bei hohen Geschwindigkeiten.
Alles in allem ist das Überspoon für mich das perfekte All-Mountain-Board. Sicher bei allen Bedingungen auf der Piste und in der Backcountry. Und mit dem Überspoon kann man sich auch mal gut an ein paar Kickern versuchen. Durch die Reihe weg war das Überspoon das Brett, was uns alle an diesem Wochenende am meisten überrascht hat...positiv natürlich.
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