1000 km Roadtrip von Sydney nach Brisbane

Irgendwie versucht man ja in jedem Urlaub, einfach mal „raus“ zu kommen und richtig abzuschalten. Da mir das hier in Deutschland aber schon immer schwer gefallen ist, war für mich klar, dass es in diesen drei Wochen weiter weg gehen muss.
Australien sollte es also sein, genauer gesagt die Ostküste. Nach einigen Planungstagen im März stand fest, dass ich nach Sydney fliege, um mich dort mit einem Freund zu treffen. Unser Plan: Ein gemeinsamer Trip mit dem Camper an der Ostküste entlang bis nach Brisbane.
Am 01. Mai ging es über Singapur nach Down Under. Fast 24 Stunden Reisezeit lagen vor mir und irgendwie hatte ich schon Respekt vor der langen Zeit in meinem Sitz und den fast endlos erscheinenden Stunden vor dem Flatscreen im Sitz des Vordermanns. Aber so schlimm wie mir viele vorher erzählt hatten, war es definitiv nicht und die Entscheidung für einen Nachtflug (Abflug FRA 23:45 Uhr, Ankunft SYD 05:10 Uhr) war, gerade auch im Hinblick auf die Jetlag-Problematik, echt super. Klar ist so ein langer Flug anstrengend, aber wenn man sich auf drei aufregende Wochen freut, vergeht doch alles ziemlich schnell.
 
 
 
Sydney
Wenn man an Sydney denkt, sind es natürlich Highlights wie die Oper und die Harbour Bridge, die auch mir eingefallen sind. Und so bin ich nach der Ankunft im Hotel direkt los, um mir beides mal in natura anzuschauen. Morgens um 9 Uhr vor der Oper zu frühstücken war also mein perfekter Start in Australien.
Wusstet ihr, dass Sydney an einem der größten natürlichen Häfen der Welt liegt? Ich war echt überrascht, wie viel Wasser man in dieser Metropole trotz der ganzen Menschen und Häuser zu sehen bekommt. Mit einer der vielen Fähren sind wir dann nach Manly Beach, einem der Strände vor den Toren Sydneys, aufgebrochen. Wahrscheinlich habe ich auch spätestens dort, mit dem Rausch der pazifischen Wellen, den deutschen Alltag vergessen.
Blue Mountains
Nach drei Tagen Sydney haben wir dann unseren Camperbus abgeholt und sind über die Harbour Bridge Richtung Brisbane aufgebrochen. Da in Australien zu dem Zeitpunkt Spätherbst war, waren die Campingplätze eher leer und das Klima super angenehm zum Reisen. Richtig kalt wurde es dann allerdings auf knapp 1000m Höhe in den Blue Mountains, als wir morgens sogar den Frost von der Autoscheibe kratzen mussten. Aber die Eindrücke auf den Touren rund um Katoomba waren beeindruckend. Gerade morgens wenn noch niemand unterwegs war und man alleine an den endlos erscheinenden Hängen entlang gegangen ist, hatte man das Gefühl, dass jeden Moment ein Flugsaurier aus Jurassic Park durch den blauen Nebel, der tief in den Schluchten hing, nach oben schießt und über den Eukalyptusbäumen seine Kreise zieht. Dieses Gefühl war und ist immer noch einfach unbeschreiblich.

 

Ostküste – Port Macquarie, Coffs Harbour & Byron Bay

Entlang der Küste sind wir dann dem Freeway No.1 nach Norden gefolgt. Je nachdem wie uns der jeweilige Ort gefallen hat, ging es mal nach zwei Übernachtungen an einem Ort, mal direkt am nächsten Morgen weiter. Das ist das Beste, wenn vorher nichts fest gebucht ist (außer dem Rückflug) und man zeitlich total flexibel bleibt. Man hält an Orten, an denen man sonst einfach vorbei gerauscht wäre und genießt ruhige Strände wie Emerald Beach einfach einen Tag länger.
Ganz besonders wurde es in Byron Bay. Sicherlich hat der ein oder andere von euch schon mal von diesem Hippie Ort gehört. Der Ort hat einfach ein ganz besonderes Flair, die Menschen sind noch einmal deutlich entspannter und genießen einfach die Zeit. Mir ist besonders der Leuchtturm am Cape Byron in Erinnerung geblieben. Von dort hat man einen tollen Ausblick und sieht an jedem Morgen als einer der Ersten die Sonne auf dem Kontinent aufgehen. Aus kulinarischer Sicht lässt sich besonders das Sushi Restaurant Kinoko empfehlen, das war Weltklasse.
 
Zwei Wochen Leben im Camper gingen nun dem Ende entgegen und wir kamen nach Brisbane. Um ehrlich zu sein, Brisbane ist in meinen Augen keine schöne Stadt. So haben wir beschlossen, einfach noch einen Tag an der Sunshine Coast weiter im Norden zu verbringen. Und auch wenn es den ganzen Tag geregnet hat, so war es doch ein schöner letzter Tag auf australischem Boden. Am nächsten Morgen ging es an den Flughafen und mit Umstieg in Sydney zurück nach Frankfurt. Ein ganz besonderer Eindruck war die „Extra-Runde“ die wir über Sydney drehen mussten, bei traumhaften Sonnenschein zeigten sich Oper, Harbour Bridge und der Pazifik im Hintergrund noch einmal von ihrer schönsten Seite.
 
Zum Schluss: Ein paar wertvolle Bekleidungstipps
Am Ende ein Tipp zur Bekleidung:  Für einen solchen Drei-Wochen-Trip mit Wandern in den Blue Mountains, Joggen am Strand, Schwimmen im Pazifik und Sightseeing in Sydney solltet ihr Sachen mitnehmen, die vielseitig nutzbar, robust und auch unterwegs schnell waschbar sind. Anhand von Beispielen aus dem engelhorn sports e-shop habe ich die Teile raus gesucht, die ich dabei hatte:
 
Jacke: Kaikkialla Softshell
Oberteile: Nörröna Tech /29, Icebreaker T-Shirts, Norröna Logo T-Shirt
Hosen: Norröna Svalbard, Fjäll Räven Karl, Protest Board-Short
Schuhe: Nike Laufschuh, Hanwag Banks GTX
 
Natürlich gab es noch viel mehr Eindrücke als die, die ich hier beschrieben habe, daher findet ihr noch mehr Bilder auf meiner Facebook-Seite und wer noch Fragen hat oder weitere Tipps braucht, kann mir dort natürlich auch gerne schreiben.
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